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Leserfrage-DE: Crash – und dann?

Die Wahrscheinlichkeit, das Mitte  Mai bis Juni das Szenario Banken-Crash und Sparguthaben weg eintrifft ist sehr hoch. Das habe ich verstanden!
Ich weiß auch, dass alle die in diesem Bereich Prognosen abgegeben haben, mit der Zeit daneben lagen und hatten es schon 2008 erwartet. Aber selbst wenn es jetzt im Mai eintreffen sollte, (Banken-Crash und eliminieren der Guthaben), ist doch das Problem der überschuldeten Staaten immer noch da. Danach muss doch die Masse in Sachwerte flüchten, damit die Hyperinflation sich entwickeln kann, damit sich der Staat entschuldet. Aber flüchten in Sachwerte ohne Geld auf dem Konto, wie soll das gehen?  Mein Gott ist das alles kompliziert!  Wie gut, dass wir hier am anderem Ende Fachmänner sitzen haben?

Mit der Antwort füllen andere Bücher.
Lassen Sie es mich dennoch im Hartgeld-Telegrammstil versuchen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

Zum Timing: Wie WE habe ich auch mit dem Crash ab August 2007 (Subprime Bubble) und spätestens ab 2008 (Lehman) gerechnet. Nach fast 6 Jahren Finanzkrise kann ich nur wiederholen, was ich auf HG seit letztem Jahr und davor in meinem Blog seit 2005 geschrieben habe: Fundamental ist der Crash seit August 2007 mit jedem Tag mehr gerechtfertigt, aber der Überlebenswille des Systems und seiner Aufrechterhalter gebiert seither die unglaublichsten Auswüchse in punkto “Schulden mit Schulden bekämpfen.”
In allen bisherigen Krisen spielten Derivative keine oder nur eine minimale Rolle. Jetzt ist aber hier ein 600-Billionen-Monster herangewachsen, dass niemand zu zähmen weiss.
Die Prognosen werden auch schwerer, weil die Parameter auseinanderfallen. Die kalte Enteignung wie in Zypern führte uns in neues Terrain: Jetzt sind die Diebe am Werk. Daran muss man sich als Analyst auch erst einmal gewöhnen.
Staaten können sich nur über Hyperinflation entschulden, weil mit den nominell höheren aktuellen Steuereinnahmen die alten Schulden leichter beglichen werden können.
Ein Staats-Default wurde noch nie verziehen (Zaristisches Russland – die Romanows wurden ausgerottet).
In Sachwerte kann halt nur flüchten, wer vorher Finanzwerte hatte. Sad but true.TS

[15:00] Stimmt nicht ganz: bei Währungsreformen wird auch der Staat entschuldet. Im Prinzip ist es egal, wie die Massenvermögen verloren gehen, egal ob durch Haircut oder Hyperinflation. Die Masse bemerkt es leider erst nachher.

Nicht vergessen: die Kommunikation der Politik hat sich geändert: sie rettet nicht mehr, sondern enteignet. Daher wird es Währungsreformen geben, und zwar bald.WE.

[16:00] Leserkommentar-DE zum WE-Kommentar:

“Stimmt nicht ganz: bei Währungsreformen wird auch der Staat entschuldet. Im Prinzip ist es egal, wie die Massenvermögen verloren gehen, egal ob durch Haircut oder Hyperinflation.”

War 1948 auch nicht anders. Der Staat konnte sich bzw. seine Bürger entschulden und neu starten. Die Variante Haircut plus Währungsreform dürfte für die Eliten einfacher zu handeln sein wie eine Hyperinflation. Ich gehe davon aus, dass man richtigerweise eine Hyperinflation in jedem Fall versuchen wird zu vermeiden.

[19:15] So ist es: durch die enorm grossen Scheinvermögen würde eine Hyperinflation rasend schnell ablaufen und im totalen Chaos enden. Die WR bietet für die Eliten mehr “Überlebenschance”.WE.

Zum Thema Hyperinflation, zeitliche Abfolge und Zwangsläufigkeit habe ich eine Frage, deren Antwort vielleicht für alle Leser von Interesse ist.

Die Situation ist: Silber und Gold werden gerade ausverkauft, die Lager geleert und sind dann dem freien Spiel der Nachfrage ausgesetzt – die Preise werden explodieren. Die Inflation in der EU liegt jetzt schon über 8 Prozent.

Warum sollten Staatsanleihen zwangsläufig crashen? Warum sollte im Punkte Währung (Euro) der heiße-Kartoffel-Effekt (niemand will sein eingenommes Geld behalten, jeder will es schnellstens wieder los werden, Kaufleute wollen es gar nicht mehr annehmen) einsetzen?

Wo ist der Grund, dass es nicht einfach so weiter geht, mit “moderater” Inflation, sondern Hyperinflation folgen muss?
Wo ist der Zusammenhang, der die Abläufe zwangsläufig macht?

Als Anhänger der Theorie “Geldmengenausweitung minus realem Wirtschaftswachstum ergibt wahre Inflationsrate” bin ich auch an den Erkärungen der Hartgeldler interessiert.TS

[17:45] Der Analytiker:

Irgendwann geht ob des vielen “gedruckten” Geldes das Vertrauen in die Solvenz der Gläubiger (vor Allem in die Staatsanleihen aber auch die Aktien) verloren. Danach müssen die Gläubiger mehr Zinsen anbieten um sich zu finanzieren.
Wenn die EZB-Zinsen nur wieder auf “normale” 4-6% steigen würden (statt jetzt 0,5%) wären die meisten Euro-Länder sofort pleite
oder es müsste noch viel mehr Geld gedruckt werden – also noch mehr Vertrauensverlust – noch höhere Zinsen und extreme Inflation und so weiter und zur Hyperinflation.
Die Alternative wäre der sofortige Staatsbankrott..
Jemand hat ausgerechnet, dass Staatsanleihen bei 10% Inflation eigentlich nur noch 50% des Nennwertes wert sind und bei 20% Inflation nichts mehr – dafür muss der Staat dann 30, 40 oder gar 50% Zinsen bezahlen soviel kann er dann nicht mehr per Steuern einnehmen sondern muss es drucken. In Weimar 1923 wurden über 99% des Staatshaushaltes durch die Notenpresse finanziert.
Wenn es in der jetzigen Situation zu massiven Zinserhöhungen käme, haben wir die Stark- bis Hyperinflation. Wenn man bedenkt, dass der Zins-Politik der USA in den End70ern und 1980 mit dem Zins-Schritt von Volker in den USA Inflationsraten von 20% und bei uns von 13-14% produziert hat (und das bei noch nicht sehr stark verschuldeten Staaten!), kann man sich vorstellen, was jetzt passieren würde.

[19:15] Das Problem ist die Kapitalflucht. Wenn diese einmal richtig losgeht, ist bei den derzeitigen Verschuldungsgraden die Hyperinflation gleich da. Daher will man ja auch Währungsreformen machen, die das potentielle Fluchtkapital einfach wegschneiden.WE.

[20:30] Leserkommentar-DE: Ein kleiner Leitfaden bis zum Währungs-Event

Regel Nr .1: Ein FIAT-Money-System wird immer “versuchen” deflationär durch Schuldnerausfall zu kollabieren,
es sei denn Regel Nr. 2 tritt in Kraft.

Regel Nr. 2: Zentralbanken/Politik werden immer versuchen einen Schuldnerausfall /Systemkollaps durch Geldschöpfung, QE und neue Schulden zu kompensieren.

Regel Nr. 3: Jede Anwendung von Regel Nr. 2 führt zu tendenziell steigenden Lebenshaltungskosten und einer Erosion der Wirtschaft.

Regel Nr. 4: Konstitutionelle Anleger (Pensionsfonds, Fonds, Lebensversicherer etc.) werden niemals aus eigenem Antrieb aus dem Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren aussteigen, dazu fehlt ihnen die gesetzliche Grundlage.
Sogenannte Sachwerte wie z.B. Aktien, Rohstoffe, Land und Immobilien machen bei diesen Anlegern (Ausnahme Aktienfonds) nur einen Bruchteil der Anlagenvermögen aus. Von diesen Anlegern wird daher keine Umschichtung von Geld in Sachwerte ausgehen. Ganz im Gegenteil sie tragen zur Stabilisierung des Systems bei, da die negativen Renditen auf die Kunden abgewälzt werden.

Regel Nr. 5: Regel Nr. 1 und Nr. 2 alternieren so lange bis der Bürger/Privatanleger merkt, dass etwas gewaltig nicht stimmt.
Er entscheidet sich dann:
a) Sein Geld von der Bank zu holen, es tritt wieder Regel Nr. 1 in Kraft (bei allgemeiner Verunsicherung und negativer Rendite aufs Tagesgeld)
b) Sein Geld auszugeben – es folgt eine Katastrophenhausse (Voraussetzung geschätzte 15 % negative Rendite aufs Tagesgeld mit steigender Tendenz, um den vorgezogenen Konsum sinnvoll erscheinen zu lassen)
Regel Nr. 6: Politik und Zentralbanken entscheiden sich für einen Währungsschnitt/Währungsreform um einer Katastrophenhausse (Nr. 5b) zu vor zu kommen. Dies entspricht einer kontrollierten Form von Regel Nr. 1, jedoch unter Ausschluss von Regel Nr. 2.
Falls Regel Nr. 6 nicht zutrifft, tritt Regel Nr. 1 in Kraft.
[14:45] Es ist alles zu teuer: It’s not just stocks; everything is overvalued

Kommt auf diese Seite, weil hier über asset price inflation geschrieben wird. Die ganze Geldmengenausweitung der letzten 30 Jahre ist primär in Wertpapiere geflossen und hat sich daher im realen Leben noch nicht gezeigt. Das ist aber das Teuflische an der hohen Geldmenge: Wenn das Geld aus den Märkten rausfliesst und reale Sachwerte sucht und somit deren Preise treibt. Damit ist dann die Inflation im realen Leben angekommen.TS 

[14:30] Der Schrauber von der Inflationsfront, die es im Warenkorb nicht gibt

Grundsteuer Stadt Duisburg rückwirkend vom 01.01.13 um satte 18% erhöht. Von Jahressteuer 177,28 auf 208,84 pro Jahr.
Vor gar nicht langer Zeit war schon einmal eine Erhöhung um 19%, nämlich von 148 auf 177,28.
Also innerhalb von 2-3 Jahren um satte 41%.

 

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