Hypocriet of slim?

.

 

Bezeichnend ist, dass der niederländische Pensionsfonds Zorg en Welzijn seine Finanzmittel komplett aus Spanien abgezogen hat

.

Niederlande: Banken und Versicherer werfen Südeuropas Anleihen ab

August 28, 2012

Die niederländischen Banken und Versicherer haben sich im Laufe des vergangenen Jahres von einer großen Anzahl ihrer ehemals gehaltenen Staatsanleihen von Südländern der Eurozone getrennt. Manche institutionelle Investoren haben ihre Quote in spanischen Regierungsbonds sogar bereits auf Null heruntergefahren. Immer deutlicher zeichnet sich ab, warum die Etablierung des EFSF und dessen Nachfolgers ESM der Politik so wichtig ist: damit Banken und Versicherer ihre toxischen Anleihen bei den Steuerzahlern Europas abladen können.

Niederlandes große Finanzinstitute nutzen die Gunst der Stunde, um sich von Staatsanleihen der PIIGS-Länder zu trennen

Banken und Versicherer werden durch die Inthronisierung der europäischen Bailout-Vehikel ihre Sorgen bald los sein. Zumindest gilt das für die durch die Krise am stärksten betroffenen Länder. Im Endeffekt wird großen institutionellen Investoren wie Banken, Versicherern und Pensionsfonds dadurch Zeit verschafft, um ihre gehaltenen Anleihen aus den Krisenstaaten auf die europäischen Steuerzahler zu transferieren. Dies gilt insbesondere für Griechenland, Spanien, Portugal, Italien und Irland.

Laut der niederländischen Zeitung Financieele Dagblad haben niederländische Banken und Versicherer die Zeit genutzt, um ihre gehaltenen Anleihebestände an PIIGS-Staaten in den letzten zwölf Monaten deutlich zu reduzieren. Dazu gehört auch Irland. Schon im ersten Halbjahrgab Norwegens Staatsfonds bekannt, sich komplett von irischen und portugiesischen Staatsanleihen getrennt zu haben. Grund war der teilweise erzwungene Schuldenschnitt in Griechenland, der privaten Bondhaltern Verluste von mehr als 50% auf ihre Anlagen bescherte.

Eine Analyse unter den sechs größten Finanzinstituten ergab nach Ablauf des ersten Halbjahrs, dass sich deren Anlagevolumen in PIIGS-Bonds von 7 Milliarden Euro auf 5 Milliarden Euro reduzierte. Manche dieser Player schichteten ihre Gelder verstärkt in Anleihen der Nordländer der Eurozone um, wozu beispielsweise die Niederlande, Deutschland, Frankreich, Österreich und Luxemburg zählen. Einen Teil halten die Institute heute auch in Form von Bargeld oder schichteten in den Sektor der Unternehmensbonds um.

Bezeichnend ist, dass der niederländische Pensionsfonds Zorg en Welzijn seine Finanzmittel komplett aus Spanien abgezogen hat. Dort stemmt sich die Madrider Regierung nach wie vor gegen einen drohenden Staatsbankrott. Nicht nur das Bankensystem des Landes ist nach dem Crash an den heimischen Immobilienmärkten und dem damit verbundenen Zusammenbruch im Bausektor vollkommen marode, sondern auch die autonomen Regionen stehen kurz vor einem finanziellen Kollaps.

Eigentlich zeichnet sich die Entwicklung deutlich ab. Solange große Finanzinstitute über die europäischen Bailout-Vehikel die Chance erhalten, ihre toxischen Anleihen aus Krisenländern auf die Steuerzahler zu transferieren, werden diese Vorgänge sicherlich anhalten. Dadurch säubern diese Player ihre Portfolios zulasten der Steuerzahler, womit letztendlich in Staaten wie Griechenland irgendwann der Stecker gezogen werden kann. Bei einem Austritt wären die Verwerfungen an den Finanzmärkten wohl nicht mehr ganz so dramatisch. Die Steuerzahler bleiben dann auf dem toxischen Müll bis auf alle Ewigkeit sitzen. Kein Wunder, dass der ESM den Zusatz „permanenter Bailoutfonds“ erhalten hat.

Dit bericht werd geplaatst in Uncategorized en getagged met , , , , , . Maak dit favoriet permalink.

Geef een reactie

Vul je gegevens in of klik op een icoon om in te loggen.

WordPress.com logo

Je reageert onder je WordPress.com account. Log uit / Bijwerken )

Twitter-afbeelding

Je reageert onder je Twitter account. Log uit / Bijwerken )

Facebook foto

Je reageert onder je Facebook account. Log uit / Bijwerken )

Google+ photo

Je reageert onder je Google+ account. Log uit / Bijwerken )

Verbinden met %s